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Tissue la Poesie in Paris

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Tissue la Poesie

Ein Projekt in Paris inspiriert den Dreesch.

Genauer hingeschaut, richtet sich der Blick in die älteste Großwohnsiedlung der Ile de France, gelegen an der nördlichen Peripherie von Paris.

Dabei ist nicht nur die Historie als Arbeiterviertel das einzig Verbindende zum Großen Dreesch in Schwerin. „Sarcelles ist auch ein Quartier, deren Bewohner regelmäßig in der Öffentlichkeit ihrer Armut zugeordnet werden. Das ist leider mitunter identitätsstiftend.“

So ähnlich formulierte es jüngst der Bürgermeister Patrick Haddad.

Sarcelles ist aber auch ein Beispiel von Stadterneuerung, die sich durch ihre ethnische Vielfalt auszeichnet. Heute hat die Stadt fast 60.000 Einwohner mit hundert Gemeinden aller Herkunft, aller Kulturen und aller Religionen. Also ein idealer Ort für ein Projekt, das eine andere Form von Reichtum ihrer Einwohner hervorhebt. Die Literatur!

„Poesie, genäht auf Stoff“ heißt das Projekt, lässig übersetzt.

Es begann 2021. Die Stadtteilbewohner nahmen an Literatur, Näh- und Kaligraphie-workshops teil und begannen Stoffe zu besorgen, Texte zu erarbeiten und zu nähen. An den unterschiedlichsten Orten in engen Wohnungen, sozialen Einrichtungen, Kirchen und Kellern. Es gab einen regen Austausch. Das Ergebnis: Gewebte Wörter auf edlem Stoff.

„Die Schönheit der Welt entsteht aus dem Unterschied ihrer Realitäten“

Auch auf dem Großen Dreesch wurden Scheren, Fäden und Nadeln in die Hände genommen. Da wurde nicht lange gefackelt; Jugendliche im Jugendtreff Wüstenschiff und Damen aus dem Patchworkcenter machten sich an die Arbeit. Die Nähmaschinen wurden angeworfen. Zwei Banner entstanden als Gastgeschenke und kamen rechtzeitig an.

Am 8.10.21 wurde die Ausstellung eröffnet, am Platz Andre Gide in Sarcelles.    Poesie an den Balkonen des riesigen Hauses. Mittendrin, zwischen den vielen Bannern, hängen auch die beiden vom Dreesch und fügen sich wunderbar ein.„Poetry on fabric“ ist der Wunsch, Literatur zu einem Werkzeug des Austauschs zu machen und Unterschiede willkommen zu heißen. „Gegen Tendenzen, Individuen auf enge Identitäten zu reduzieren, es geht darum, die Bündelung von Wissen und Erfahrungen kollektiv zu preisen.“

Das ist das Ansinnen der Initiatoren Vera und Ruedi Baur von www.Civic-city.org

…und so wurden die Bewohner von Sarcelles zu Erzählerinnen ihrer eigenen Geschichte, lernten einander besser kennen und schätzen, und das dauert bestimmt immer noch an.

Eine Kooperation von Michael Kockot mit Vera Und Ruedi Baur von Civic City Paris.

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